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Pflege von Gartenmöbeln aus Holz

Eingetragen von auf 20. April 2011 – 22:26
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© panthermedia. net Sabine Corbisez

Beim Stichwort Gartenmöbel-Pflege fallen einem natürlich zuerst Gartenmöbel aus Holz gehobener Qualität ein. Viele anspruchsvolle Gartenmöbel sind aus tropischen Harthölzern hergestellt, die von Natur aus sehr witterungsbeständig sind. Daher wurden diese Holzarten auch im Schiffsbau eingesetzt: Teak, Bangkirai und edles Mahagoni sowie preiswerter Robinie, Akazie und Eukalyptus. Die dunkleren Hölzer benötigen kaum Fleckentfernung, sollten aber vor der Witterung etwas geschützt werden, vor allem, wenn die natürliche Patinierung, das Vergrauen des Holzes unerwünscht ist.

Die tropischen Harthölzer sind von sich aus sehr widerstandsfähig gegen Pilzbefall (Schimmel), Bakterien (Fäulnis) und Insektenbefall. Sie brauchen daher keinen besonderen Holzschutz gegen den Verfall.

Im Normalfall werden die Gartenmöbel aus Hartholz unbehandelt ausgeliefert. In diesem Zustand kann man sie fleckenfrei einölen. Dazu gibt es im Handel eigenes Teaköl oder Hartholzöl für den Außenbereich, teilweise mit UV-Schutz. Einölen wirkt natürlicher als lasieren oder gar lackieren und hilft ebenfalls gegen unerwünschte Rissbildung. Bei normaler Verschmutzung reicht für die Harthölzer eine Lauge aus Naturseife und eine Bürste zum Säubern. Nach dem ersten Reinigungsgang wird dann nur noch mit klarem Wasser gespült. Wer die meist silbrig graue Patina bei anfangs unbehandeltem Holz nicht schätzt, kann spezielle Grauschleier-Entferner auftragen, einwirken lassen und dann wieder klar spülen. Nach einer sorgfältigen Spülung kann auch nachträglich eingeölt werden. Das Öl sollte mit einem Pinsel in der Laufrichtung der Holzfasern aufgetragen werden. Wer die Oberfläche besonders glatt haben will, kann nach dem ersten Arbeitsgang die eingeölten Flächen mit einem Schleifschwamm oder sehr feinen Schleifpapier nachbearbeiten und ein zweites Mal einölen.

Europäische Weichhölzer, wie Fichte und Kiefer, werden bei Gartenmöbeln häufig druck-imprägniert verwendet. Derartige Gartenmöbel brauchen eigentlich nicht speziell gepflegt und nur mit Spülwasser ohne Bleichmittel gereinigt werden. Möbelstücke aus unbehandeltem Weichholz sollte man aber nicht ungeschützt der Witterung aussetzen. Man kann sie leicht nach Geschmack mit Lasuren und Lackierungen verschönern. Die Lasurmittel und Lacke müssen natürlich für den Außenbereich geeignet sein und sollten insbesondere bei Klarlacken einen UV-Schutz beinhalten. Bei stark beanspruchten Gartenmöbeln wie Biergarnituren, die meist mit Klarlack ausgeliefert werden, wird der beschädigte Altlack einfach nur grob angeschliffen und das Möbelstück neu lackiert. Aber auch unbehandelte Gartenmöbel mit Gebrauchsspuren haben ihren Charme.